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Was ist eine Umschulung?

Was ist eine Umschulung?

Rund 50 000 Menschen in Deutschland nutzen jedes Jahr die Chance, sich mit einer Umschulung beruflich neu zu orientieren.

Aber was heißt das – Umschulung?

Mit einer Umschulung erlernen Sie ein völlig neuen Beruf. Keine Weiterbildung also, in der Sie Ihre Kompetenzen erweitern, basierend auf dem bereits erlernten Beruf. Auch keine Fortbildung, in der sie Ihre bereits erworbenen fachlichen Qualifikationen erweitern oder technischen Erneuerungen anpassen. Mit der Umschulung schaffen Sie eine Grundlage für eine ganz neue Tätigkeit. Warum sollten Sie Ihren erlernten Beruf aufgeben?

Sie verlieren damit nicht nur Ihre langjährige Berufserfahrung, sondern Ihre Kontakte, Netzwerke, Gehaltsklasse und vieles mehr. Aber Sie haben vielleicht schon mal daran gedacht: „Irgendetwas muss passieren.... So kann das nicht mehr weitergehen...“ Ein möglicher Grund für eine Umschulung: der Frustfaktor.

Manchmal machen auch äußere Zwänge eine Neuorientierung notwendig. So unterliegt unsere Moderne Arbeitswelt einem stetigen Wandel. Berufsbilder verändern sich, manche verschwinden sogar ganz von der Bildfläche. Auch die Anforderungen an die Mitarbeiter wachsen enorm. Es droht die Arbeitslosigkeit, der man mit einer Umschulung entgegenwirken kann.

Auch die Gesundheit lässt uns leider manchmal im Stich und macht es uns unmöglich, den geliebten Beruf weiter auszuüben. Im Falle einer längeren Abwesenheit aus dem Beruf beispielsweise durch Familienphase oder Pflegzeiten, kann der Wiedereinstieg erschwert sein und eine Umschulung eine gute Perspektive auf eine reibungslose Integration in den Arbeitsmarkt.

Gründe für eine Umschulung

  • Frust im Job
  • Arbeitslosigkeit
  • Gesundheit
  • Abwesenheit

Zu Ihrem neuen Beruf gibt es unterschiedliche Wege

Ist der Entschluss erst mal gefasst, gibt es viel zu tun... Zu allererst muss die richtige Form der Umschulung gefunden werden.

Eine Möglichkeit ist die Betriebliche Umschulung. Wie in der klassischen dualen Ausbildung wird diese in einem Ausbildungsbetrieb absolviert. Ergänzend besuchen Sie die den Unterricht in einer Berufsschule, dies ist jedoch nicht verpflichtend. Während der betrieblichen Umschulung erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung oder beziehen weiter Leistungen über die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung.

Für manche Berufsbilder gibt es keine betriebliche Ausbildung. Diese werden in der Schulischen Umschulung gelehrt. Dazu besuchen Sie eine Berufsfachschule und absolvieren zusätzlich verschiedene Praktika. Sie erhalten allerdings keine Vergütung, sondern müssen ggf. noch ein Schulgeld entrichten. Dieses wird wie mittlerweile in den Gesundheitsschulen zum Teil durch Landesmittel gefördert.

Ein weitere Möglichkeit ist die Außerbetriebliche Umschulung bei einem Bildungsträger, wie zum Beispiel die Deutsche Angestellten-Akademie, der hier als Ausbildungsbetrieb fungiert. Dort werden alle fachtheoretischen Inhalte vermittelt und mit einem mehrmonatigem Betriebspraktikum vertieft.

Wege zur Umschulung

  • Betriebliche Umschulung
  • Schulische Umschulung
  • Außerbetriebliche Umschulung

Wie kann ich Umschulung und Familie vereinbaren?

Grundsätzlich ist eine Umschulung auch in Teilzeit möglich. Dadurch verlängert sich zwar die Gesamtdauer in der Regel von zwei auf drei Jahre, aber dafür verkürzt sich die Anwesenheitszeit pro Tag. Somit können Sie und Ihre Familie den Berufswechsel sowie die Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen unter einen Hut bringen.

Welcher Beruf kommt nun für Sie in Frage? Lesen Sie mehr dazu in unserm nächsten Beitrag...

Eure DAA Siegen
Online Redaktion